Das 9. Literarische Fantasy Festival – Ein Bericht

Am Freitag, den 30. August fand zum neunten Mal das literarische Fantasy Festival statt, sponsored beim Loewe Verlag. Letztes Jahr war ich das erste Mal da. Da musste es leider wegen Regens in einem Saal stattfinden. Umso mehr freute ich mich diesmal auf die Weilbacher Kiesgruben. Doch man entschied sich diesmal die Open Air Veranstaltung im Garten der Villa Herrmann in Ginsheim-Gustavsburg staffinden zu lassen. Eine Premiere. Die Location musste sich allerdings nicht verstecken. Als ich um 20 vor 7 eintraf hatten es sich schon ca. 250 große, doch vor allem kleine Fantasy Fans auf Stühlen, Kissen und Decken bequem gemacht. Das Wetter war genau richtig: Nicht zu warm und auch nicht zu kalt und so konnte es losgehen…
Punkt 7 eröffnete dann Hans Jürgen Jansen vom Bücherhaus Jansen das Festival und übergab gleich an die langjährige Moderatorin Monika Trapp.

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Als erste Autorin betrat Franzika Gehm mit ihren „Vampirschwestern – Date mit Bissverständnissen“ die Bühne. Ich kannte sie noch nicht, da sie letztes Jahr nicht dabei war. Sie las aus dem zehnten und neuesten Band vor. Altersbedingt konnte ich damit eher wenig anfangen. Bevor sie das Zepter an Jens Schumacher übergab entließ sie uns aber mit einem fiesen Cliffhanger.

Franziska Gehm

Vampirschwestern – Date mit Bissverständnissen.

Auch dem Kinderbuch von Jens Schumacher, der den Hörern seine neueste Kreation präsentierte: „Asmoduin – Nervensäge aus der Hölle“, bin ich schon entwachsen. Er wollte schon immer ein Kinderbuch mit einem nicht so netten Protagonisten schreiben. O-Ton Jens Schumacher über seinen kleinen Dämon Asmoduin: Er ist ein Arsch! Den anwesenden Kindern gefielen die derben Sprüche; das hörte man am Gelächter.

Asmoduin.

Nach einer weiteren Einlage von Dieter Arnold, der die gelesenen Szenen jeweils mit seinen Drums accustisch interpretierte, trat Nina Blazon auf. Sie hat eine unglaublich tolle Sprechstimme. Sie las aus „Die verbotene Pforte“ vor. Ihrem neuaufglegten Erstlingswerk mit mythologischem Einschlag.

Nina Blazon

Die verbotene Pforte.

Vor der ersten Pause löste dann noch Franziska Gehm den Cliffhanger auf. Nach diesem ersten Block konnte man sich mit Bratwurst und anderen Köstlichkeiten stärken und so langsam dämmerte es. Die Bäume wurden in bunten Farben angestrahlt und verströmten ein wenig Magie.

Nach der Pause stellte uns Jens Schuhmacher dann „Frozen“ vor. Hier ging es schon deutlich mehr zur Sache. Der Prolog entführte uns zu den Ureinwohnern Papu-Neuguineas, bevor wir dann ins unendliche Eis aufbrachen.

Jens Schumacher

Frozen.

Danach kam noch mal Nina Blazon auf die Bühne und las eine Geschichte vor, die noch in ihrem Schreibtisch lag und die dort nach der Leasung auch wieder verschwinden wird. Wir würden also die einzigen bleiben, die die Geschichte jemals hören würden. Die „Elchtaufe“ war eine wirklich gruselige kurze Schauergeschichte, die meiner Meinung nach definitiv Potential für mehr hatte. Die Idee dazu kam ihr während eines Schwedenurlaubs. Mittlerweile war es dunkel geworden und nun kam endlich Jennifer Benkau auf deren Geschichte „Himmelsfern“ ich mich irgendwie am meisten gefreut hatte.

Himmelsfern.

Obwohl das Buch offiziell erst in zwei Wochen auf den Markt kommt, konnte man es an diesem Abend, wie alle anderen Bücher auch, in der Buchhandlung in der Villa Herrmann schon käuflich erwerben. Ich habe wirklich überlegt es mir zu kaufen – entschied mich aber letzten Endes dagegen, da der entscheidende Funke nicht überspringen wollte, obwohl mir das Buch aber von allen an diesem Abend vorgestellten am besten gefiel.

Jennifer Benkau

Zum Abschluss dieses Blocks entführte uns Hörspielsprecher Rainer Strecker in die Welt des Privatdedektivs „Skulduggery Pleasant“, dem er seine Stimme lieh. Unnachahmlich las er mehrere Kurzgeschichten und heizte dem Publikum noch mal so richtig ein. Leider fand ich es teilweise schwer in die Welt einzutauchen, die ich so gar nicht kannte und in die ich auch eher unsanft geschubst wurde.

Skulduggery.

Den letzten Block des Abends eröffnete dann the one and only Wolfgang Hohlbein mit „Chroniken der Unsterblichen – Nekropole“, der ihn nach einem Intermezzo von Rainer Strecker und einer weiteren Zugabe von Skulduggery auch gegen ca. 00.30 beendete. Leider waren Viele schon früher gegangen und um diese Uhrzeit hatte sich die Zuhörerzahl bereits halbiert. Was wohl eher am Altersdurchschnitt lag, denn an den Akteuren. Es war wieder ein durchaus gelungener Abend.

Wolfgang Hohlbein

Chroniken der Unsterblichen- Nekropole.

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Zur ausführlichen Bildershow von Roger Murmann.

Das Festival in Tweets:

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